Montag, 16. Januar 2012
Kino am Samstag: Chinese zum Mitnehmen
Wenn man in ein Kino in einer Stadt geht, dass man als regelmäßiger Kinogänger nach all den Jahren erstmal suchen muss, dann bedeutet das in der Regel, dass es kein Mainstreamfilm werden wird.
Dieser argentinisch-spanische Film bestätigt das auch und im Nachhinein kann ich sagen, dass die Kinosuche auch nicht wirklich vergebens war.
Meiner Meinung nach bekommt der Streifen etwas zu viel Vorschusslorbeeren. Er soll eine Komödie mit tragischen Momenten basierend auf wahren Begebenheiten darstellen und irgendwie tut er das auch. Aber leider nur Ansatzweise. Das reale Leben ist halt doch nicht immer abendfüllend wenn die Drehbuchautoren nicht noch etwas Würze in die Filmsuppe geben.
Schauspielerisch haben die Akteuere ihre Leistung abgerufen. Man mag sie irgendwie alle und man kann sich sicherlich auch mit einigen (vermutlich alle bis auf die Kuh) irgendwo identifizieren bzw. sich reinversetzen.
Storytechnisch hat er definitiv einige Längen und das ist das größte Manko des Films. Denn mit grad mal 90 Minuten solltest du gar keine Zeit haben um Längen empfinden zu können.
Falls jemand jemals nochmals den Vergleich mit dem Schmetterling und dem Tornado in China bringen möchte: Oldschool! Versuchs mal mit: Kuh fliegt auf Verlobte und Verlobter landet in Argentinien im Eisenwarenladen. Klingt doch gleich viel realistischer....und ist im übrigen auch der Plot des Films.
Für Freunde des etwas anspruchsvolleren Films sicherlich einen Abend wert und von mir gibts auch wohlwollende 6 chinesische Botschafter die sich gerade im Urlaub befinden.
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